Jeder vierte Arbeitnehmer in innerer Kündigung

Jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland hat innerlich gekündigt und im Nachbarland Österreich denkt jeder Fünfte an Jobwechsel. Dies zeigen zwei aktuelle Studien zur Arbeitszufriedenheit in den Ländern. Signifikat für Deutschland ist laut der Gallup-Studie, dass es den Führungskräften in Deutschland nicht gelungen ist, ihre Mitarbeiter mitzunehmen. So haben 23 Prozent der Beschäftigten in Deutschland bereits innerlich gekündigt und weitere 63 Prozent der Mitarbeiter machen Dienst nach Vorschrift. Diese ziehen sich auf ein notwendiges Pflichtprogramm zurück. Der gesamtvolks-wirtschaftliche Schaden wird von Gallup auf eine Summe zwischen 122,3 und 124,0 Milliarden Euro veranschlagt. Dabei sind es nicht die Rahmenbedingungen, wie die Studie zeigt, denn neun von zehn Angestellten, sind mit der Arbeit, welche sie ausführen zufrieden. Und 58 Prozent sehen die Vergütung in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer Leistung. Dies ist im Nachbarland so nicht zutreffend, wie Monster in seiner Jobwechsler-Studie 2012 feststellt. Dort empfinden 48 Prozent ihr Gehalt als zu gering, gefolgt von mangelnden Aufstiegschancen. In Deutschland hingegen sind die Probleme hausgemacht, denn obwohl diese Defizite in der Personalführung seit Jahren bekannt sind, gelingt es den Führungskräften nicht, die Arbeitnehmer emotional mitzunehmen. Hier zeigten sich die größten Unterschiede und Verhaltensauffälligkeiten bei den Belegschaften.  Der Aussage „Ich habe in den letzten sieben Tagen für gute Arbeit Anerkennung und Lob bekommen“ stimmten nur vier Prozent der Mitarbeiter ohne emotionale Bindung zu. Bei emotional gebundenen Arbeitnehmern lag dieser Wert bei 79 Prozent. Ähnlich verhält es sich, wenn es um konstruktives Feedback geht (2 Prozent zu 75  Prozent).  Die Monster-Studie zeigt auf, dass in Österreich die Arbeitszufriedenheit eher hoch ist. Das Betriebsklima in den österreichischen Unternehmen ist äußerst konfliktarm, nahezu so strahlend wie vor rund 25 Jahren. Mehr als zwei Fünftel der Arbeitnehmer sind mit ihrer beruflichen Situation uneingeschränkt zufrieden. In Deutschland ist es  laut Marco Nink, Strategic Consultant bei Gallup, den Führungskräften in den Unternehmen jedoch nicht gelungen, ihre Führung am Menschen auszurichten. Ein Aspekt der oft übersehen und sich in der Erfolgsbilanz negativ auswirkt.
Quellen:
 
http://info.monster.at/Monster-Jobwechsler-Studie-2012/article.aspx

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